1200 Jahre alter Maya Kalender entdeckt

Amerikanische Archäologen haben in der Ruinenstadt Xultún im Norden Guatemalas die wohl ältesten Wandmalereien eines Maya Kalenders entdeckt.

Die beiden Archäologen William Saturno, von der Boston University und Anthony Aveni von der Colgate University bezeichnen diese Inschriften als eine Art Protokoll, welche wichtige Daten für die Stadt festhielt. Diese Inschriften, so sind sich verschiedene Experten einig, sollen rund 1200 Jahre alt sein und somit 400 Jahre älter als die bekannten Kalender-Inschriften im Dresdner Codex.

 

Wir sehen zum ersten Mal so etwas wie die Aufzeichnungen eines Protokollanten, dessen Aufgabe es offenbar war, für die Maya-Siedlung Daten festzuhalten“, erläuterte Saturno.

Auf der ganzen Wand befinden sich die aus dem Dresdner Codex bekannten Zahlenzeichen wie Striche und Punkte. David Stuart von der University of Texas-Austin entschlüsselte diese Inschriften und die Ergebnisse dieser Forschung werden im Juniheft des „National Geographic Magazine“ und im Wissenschaftsjournal „Science“ veröffentlicht.

Schon vor 2 Jahren entdeckte der Archäologe Saturno diese Ruinen. Er folgte den Pfad von Plünderern, welche auch viele der Wandmalerein bei ihren Plünderungen beschädigten. Erst 2 Jahre später und mit Hilfe von National Geographics Society und weiteren Wissenschaftlern gelang es Saturno und sein Professor die Ruinen und Inschriften freizulegen.

Bisher wurde immer davon ausgegangen, dass am 21. Dezember 2012 der momentan laufende Zyklus im Maya-Kalender endet und ein neuer Zyklus beginnt. Untergangstheoretiker sehen am 21.12.2012 das Ende unserer Tage. Aufgrund der nun spektakulären neuen Entdeckungen älterer Kalender-Inschriften besteht nicht mehr nur ein Korrelationsproblem, sondern muss womöglich die Zeitrechnung des Maya-Kalenders und unserem heutigen Kalendersystem komplett neu berechnet werden.

 

 

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